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Sonntag, 29. März 2015

Little Steampunk-Girl Teil 3

Abschließende Arbeiten und "Technik" - erste Anprobe

Ich bin sehr stolz. Die erste Anprobe war ein voller Erfolg, alles hat auf Anhieb gepasst und meine Enkeltochter Ragna hat sich sehr gefreut.
Insgesamt habe ich genäht:
einen kleinen Cul de Paris
ein Röckchen
einen Überrock
eine Jacke mit angenähten Armstulpen
eine Fliegerkappe
gebaut habe ich:
die Flugmaschine
gekauft:
das Handtäschchen
auf dem Flohmarkt / bei Ebay erstanden:
Trompete
Schlüsselkasten (für die Flugmaschine)
bereits vorhanden:
Stiefelchen, Strumpfhose etc.
Es fehlen nur noch abschließende Arbeiten, wie z.B. Verzierungen auf den Armstulpen, Kürzen der Rucksack-Riemen...

1. Mini-Popokissen
3. Überrock
2. Röckchen

4. Jäckchen

5. Gürtel mit Trompete

6. Fliegerkappe

7. das Täschchen


8. die Flugmaschine



stolze Oma



Freitag, 13. Juni 2014

Ein Hochzeitskleid muss her - aber wie soll es denn nun aussehen (Teil I)

Als Fotografin habe ich ja schon so einiges gesehen und deshalb war es für mich auch so schwierig das richtige Outfit für diesen Tag zu finden. Ich wollte kein gewöhnliches Kleid, das man in irgendeinem Brautmodegeschäft bestellt, abholt, anzieht und danach in den Schrank hängt. Mein Kleid sollte etwas anderes darstellen, ich wollte es wieder recyceln und nochmals tragen. Das was man so kennt ist entweder zu gerüscht, zu voluminös, hat zu viel schischi oder hätte niemals meine Ansprüchen entsprochen. Wahrscheinlich ist es aber einfach so, dass ich es mir einfach nicht so recht vorstellen konnte, wie ich in einem solchen Kleid aussehen würde. 
Die zündende Idee kam dann wie auch nicht anders zu erwarten bei Mama. Kurzerhand durfte ich mal wieder Püppchen spielen und wurde in den Reifrock samt Überrock gesteckt. Das Ergebnis war in meiner ersten Euphorie schon mal super.


Nach längerem grübeln gefiel mir allerdings die Form der Krinoline nicht wirklich. In irgendeinem Forum habe ich einen sehr treffenden Vergleich gelesen, dass man wie ein kleines Törtchen aussehen würde und dem konnte ich nur zustimmen. Aber ein toller Unterbau mit einem weiten Rock im Sissi Stil sollte es dann doch sein - eine kleine Prinzessin bin ich dann tief in meinem Herzen ja dann doch. Also setzten wir uns gemeinsam hin und recherchierten im Internet und fanden als Pendant zum runden Reifrock: die elliptische Krinoline. Ein tolles weites Konstrukt, das genug Beinfreiheit ermöglicht, schwere Röcke trägt und von der Form her einfach eine hübschere Silhouette zaubert. Schnittmuster also in den Warenkorb gelegt, das nötige Zubehör (Stahlband, Tunnelband, etc) geordert und ungeduldig auf den Postboten gewartet. Der kam dann auch gefühlte Monate später. Mensch das war schon eine harte Probe für mich, Geduld war noch nie so eine meiner Stärken.




Also habe ich Anfang August fleißig Schnittmuster ausgeschnitten, Stahl - und Tunnelband zugeschnitten, mir diverse WIP durch gelesen - die Nähmaschine bereit gestellt und dann endlich los gelegt. 



Am Anfang hatte ich noch die Befürchtung, dass es sehr schwer werden könnte und ich als Nähanfängerin das nicht schaffen würde. Aber irgendwann nach der 100 sten Naht war ein Ende in Sicht und das Resultat, das ich an meiner Püppi sehen konnte erfüllte mich mit Stolz. 



Da hing tatsächlich eine Käfigkrinoline, zwar noch etwas schief, aber sie hing da. Mit ein bißchen Feintuning wurde dann das auch noch beseitigt.


Dienstag, 10. Juni 2014

Steampunk was'n das?!

Ein wunderschöner Besuch auf der Anno in Luxembourg 2012 hat ausgereicht um mich mit dem Steampunk Fieber zu infizieren und meine Leidenschaft für das nähen und basteln zu entdecken.

Großen Dank geht an meine liebe Frau Mama, die mich mit auf die Convention genommen hat. Um das Outfit musste ich mich damals nicht kümmern. 




Freitags mittags ging's dann Richtung Luxembourg los - übrigens entstand auf dieser Fahrt dann auch der Name Aminés von Ungefähr - ich konnte ja nicht mit meinem zivilen Namen auftreten.
Viel Ahnung was mich auf der Veranstaltung erwarten sollte hatte ich keine, denn der Begriff Steampunk oder was man darunter verstehen sollte war bis dato noch nicht zu mir konkret vorgedrungen. Mama hatte mir zwar das ein oder andere Buch bereits gezeigt gehabt, aber die technischen Geräten konnten mich nicht so monumental für dieses Genre begeistern.
Die Roben, die ich dann am Samstag & Sonntag zu Gesicht bekam, die eloquente Ausdrucksweise und die höflichen Umgangsformen entfachten dann Schluss letztendlich das Virus in mir und die Infektion war nicht mehr aufzuhalten geschweige denn zu heilen. 



Die Heimfahrt betrachtete ich mit einem weinenden und lachenden Auge: die Veranstaltung mit all den super netten Menschen (um wenige mal namentlich zu nennen: Juno Sophronia, Isidor Doyle, Donna Vaporetta, Julius v. Lichtgarden, Lady Ylia von Langvalley, Lord Barmbeck, Froilein Wilhemine und viele mehr) war viel zu schnell zu Ende gegangen, aber ich konnte es auch nicht erwarten nach Hause zu kommen um mich mit Schnitten, Stoffen, Gebamsel, und Dekogebimmel einzudecken.

Wochen später entstanden dann auch meine ersten viktorianische Kleidungsstücke. Fast ganz allein ohne das Zutun einer weiteren Person. Bei einem netten "Steampunk Workshop -Wochenende" mit Freunden entstand der erste Overskirt.






Die anderen Damen schneiderten sich Pelzmützen und die Herren bastelten mit Tiffany Glas und Lötkolben herum.

Mit diesem produktivem Tag war dann eigentlich das Nähfieber ausgebrochen: eine Tournüre, eine Jacke, ein weiterer Overskirt, zwei Unterröcke, die über der Tournüre und unter dem Overskirt getragen werden folgten in den kommenden Wochen.





















Montag, 9. Juni 2014

Strohhut I

Die Damen von Ungefähr freuen sich schon ganz unbändig auf das
"1. nordbadische Steampunk Picknick", dessen Organisation dankenswerterweise der liebe Baron von Heim übernommen hat.
Angesichts dieses grandiosen Ereignisses (ich werde berichten), wird es langsam Zeit, sich Gedanken über die passende Garderobe zu machen. Da ich aber immer gerne mit den Kleinigkeiten, den Kinkerlitzchen anfange - und so oft genug auch meine Zeit ein wenig verplempere - dachte ich mir, da kann ich mich auch von oben nach unten einkleiden....
Da zur Garderobe einer Dame in der viktorianischen Zeit ZWINGEND eine Kopfbedeckung gehörte, wenn sie das Haus verließ oder sich gar in die Sonne!!! begab, stürzte ich mich also sofort auf einen neuen Hut.
Leider hab ich einen ziemlich großen Kopf. So erübrigt es sich, Hüte beim Discounter oder in China zu kaufen. Passen alle nicht.
Da ich aber jegliches Tüdelü für den Kopf LIEBE und wie mit den Schuhen gar nicht genug haben kann, kaufte ich mir trotzdem zwei China-Import-Hüte. Sehr günstig, qualitativ passabel und vor allem dachte ich mir: wenn du an denen rumschnibbelst, dann macht das nichts.
Den ersten habe ich meiner Tochter geschenkt, die ihn dann auch gleich auf der Rennbahn in Iffezheim ausgeführt hat. Natürlich, nachdem sie ihn ein wenig aufgehübscht hatte.
leider sieht man die Shabby-chic-Blümchen
nicht so recht, Detailfotos folgen
Der zweite war natürlich zu eng für meinen großen Denker-Schädel.
Ich habe also die Krone ab-, die Krempe ein Stück weit aufgetrennt und von Hand so wieder zusammengenäht, dass er mir passte. Sehr entgegen kam mir dabei,  dass diese Art von Hüten aus einem im Kreis genähten Streifen Bast/Stroh/was auch immer... bestehen. Ebenso wollte ich dann mit der Krone verfahren, aber die wurde durch das neuerliche Vernähen in meiner Kopfweite so flach, dass sie mir nicht mehr auf dem großen Sommerhut gefiel.
Aber es gibt ja:
tataaaaa                    Peddigrohr!!!!!